Auflösungserklärung

Wir lösen hiermit den bestehenden Zusammenhang auf, der Blog wird weiterhin als Archiv bestehen. Eine Begründung unsererseits wird es nicht geben. Wir danken allen Gruppen und Einzelpersonen die uns in der Zeit unterstützt haben.

Kein Grund zur Freude für Nazis, ein neuer antifaschistischer Zusammenhang besteht bereits: reACT23. Dort findet sich auch bereits der Aufruf für die Proteste gegen den diesjährigen Naziaufmarsch.

Antifa Koordination Weimar, Januar 2018

Kurzmitteilung Nazis auf der Kirmes

Jeden Sommer kommt es in den Käffern rund um Weimar zu gleichen oder
ähnlichen Zumutungen: zwischen Bier-Seeligkeit und Dorfgemeinschaft
fühlen sich auch die lokalen Neo-Nazis pudelwohl. Wähnt man sich doch
unter sich und ist sich auch nicht zu schade seine Gesinnung offen zu
zeigen, muss man von der lokalen Volksgemeinschaft keine Wiederworte
erwarten, sondern wird als Volksgenosse akzeptiert.
So überraschte es nicht, dass sich auch in diesem Jahr die lokale
Naziszene auf den Events im Weimarer Land Blick ließ. So lichtete die
OTZ, welche sonst regelmäßig über bürgerlichen
Anti-Naziprotest berichtet gleich drei Nazis ab, obwohl sie es doch durch
kurzes recherchieren besser gewusst haben müsste. Stattdessen wird
kritiklos die Heimat-Duselei und der Trachtenkitsch des lokalen
Heimatvereins übernommen.
Insbesondere die Ettersburger Kirmesgesellschaft tut sich durch ihre
beiden Mitglieder Christopher Seelig und Tom Röpnack hervor.

hinten links Christopher Seelig, hinten rechts Tom Röpnack (Original-Artikel)

Während es um letzteren still geworden ist, was sein öffentliches Auftreten als
Nazi betrifft, ist das von Seelig nicht zu behaupten. So nahm der
gewalttätige und aggressive Nazi 2015 an den Ausschreitungen des 01.05. in
Saalfeld teil.

Obwohl Röpnack nicht mehr öffentlich als Nazi in
Erscheinung trat, hielt er Kontakt mit seinen alten Kameraden allen
voran Seelig, so posieren beide zusammen in der Tracht der
Kirmesgesellschaft Ettersburg. Auch anwesend war Kevin Armstroff,
ebenfalls wie die anderen beiden Ex-Mitglied der ehemaligen Nazigruppe
Aktionsgruppe Weimarer Land“.
Auch in Lehnstedt, schien der Fotograf der TA durch Bier-Seeligkeit
geblendet, trug doch einer der Lehnstedter ganz offen ein T-Shirt der
Naziband „Blutzeugen“, welche erst kürzlich in Themar spielte.

(Original Artikel)

Kein ruhiges Hinterland!
Nazistrukturen offen legen!

AfD-Veranstaltung in Weimar am 04.08.2017 im ehemaligen Hinterzimmer!

Am kommenden Freitag will 19 Uhr die AfD eine Wahlveranstaltung im ehemaligen „Hinterzimmer“ abhalten.
Björn Höcke und Stephan Brandner wollen diese Möglichkeit zum „Bürgerdialog“ und als Werbeveranstaltung zur kommenden Bundestagswahl nutzen. Der Vertrag mit der ehemaligen studentischen Kneipe „Hinterzimmer“ wurde nicht verlängert, weil sich die Betreiber_Innen gegen einen möglichen AfD-Stammtisch wehrten. Weiter Infos
Der, mit der AfD-sympathisierende, Besitzer will seine Immobilie für Veranstaltungen der AfD zur Verfügung stellen, was künftig für öftere Auftritte der AfD in Weimar sorgen könnte.

I`m tired of waiting for nothing – get in action Aktiv werden gegen Naziaufmärsche, rechte Gewalt und dessen Akzeptanz

Am 01.07.2017 möchte die Partei DIE RECHTE unter dem Motto „Volkswirtschaft statt Finanzlobbyismus“ in Erfurt aufmarschieren. In den letzten Jahren ist Erfurt zudem zu einem Ort geworden, an dem rechte Gewalt alltäglich geworden ist. Wie üblich in einer Stadt mit mittelgroßer Zivilgesellschaft, regt sich natürlich Protest gegen den Naziaufmarsch. Das Treiben der Nazis außerhalb der Aufmärsche und Kundgebungen hingegen bleibt unangetastet, mehr noch, scheint sich eine Art der Akzeptanz, zumindest Tatenlosigkeit eingeschlichen haben. Diese und weitere Themen sollen im Mittelpunkt unseres Aufrufes stehen. Wir rufen an diesem Tag zu dezentralen Aktionen gegen den Naziaufmarsch auf.

Den ganzen Aufruf und mehr Infos findet ihr auf getinaction

Der 1. Mai und seine Nazis

Ähnlich wie im letzten Jahr fanden zahlreiche Neo-Nazi Demonstrationen zum 1. Mai in der Bundesrepublik statt. Die Weimarer Nazis fuhren in diesem Jahr geschlossen nach Halle und beteiligten sich anschließend an der Spontandemonstration in Apolda, beschränken werden wir unsere Analyse deswegen auf diese beiden Städte. Solltet ihr Hinweise zu anderen Aktionen Weimarer Nazis am ersten Mai haben, schreibt uns bitte eine Mail. Eine ausführliche Bewertung des Tages lässt sich auf den Blogs von Gera und Halle finden.

Grundsätzlich kann dieses Jahr ein erfolgreicheres Fazit zum ersten Mai gezogen werden. In Halle konnte die Demonstration von „Die Rechte“ erfolgreich blockiert werden und in Gera fanden sich fast 600 Demonstrant*innen zur Antifa-Demo ein. Doch beginnen wir mit dem frühen Morgen des 1.Mai. Gegen 8:50 Uhr machten sich die Weimarer Kamerad*innen auf den Weg nach Halle. Am Weimarer Bahnhof waren Thomas Holzinger, Michael Engling, Yvonne Lüttich und Neo-Nazis von außerhalb anzutreffen.

Michel Fischer beteiligte sich nicht an der Zuganreise aus Weimar, sondern stieg bereits in Erfurt zu. Er nahm in Halle an der Kundgebung teil.
Festzustellen ist, dass der 19 Jährige Michael Engling seinen Aktionismus um ein vielfaches erhöht hat, schließlich ist er bereits am 18.03 diesen Jahres nach Leipzig gefahren und teilte auf FB auch immer wieder Nationalsozialistische Propaganda. Engling ist einer der Jugendlichen, welcher erstmals am Trauermarsch 2016 teilnahm. Er suchte am konsequentesten Anschluss an bestehende Nazistrukturen.

Doch zurück zum 1 Mai. Halle lief für die Nazis von „Die Rechte“ denkbar beschissen, keine Demo und Schellen kassiert. Trotz alledem folgte im Anschluss zur Demo noch ein Neo-Nazi Angriff auf Jugendliche durch Nazis aus Rhein-Main, ein ausführlicher Artikel lässt sich finden auf ZEIT BLOG sowie die Namen der Beteiligten hier.

Randale in Apolda

Nach dem Scheitern der Demonstrationen in Halle reisten einige Nazis, unter anderem auch die des Antikapitalistischen Kollektivs, nach Apolda, um eine Ersatzveranstaltung durchzuführen. Diese wurden ihnen im Vorfeld polizeilich untersagt, was sie nicht davon abhielt, neben Apolda auch in Merseburg, Köthen und Naumburg den Versuch einer Spontandemonstration zu unternehmen. In Apolda ging es dann laut Eigenaussage ganz schön zur Sache, so wurden unter anderem Polizisten*innen mit Steinen und Böllern attackiert. Im Anschluss nahmen BFE-Bullen einen Großteil der Nazis fest. Der gesamte Verlauf lässt sich anhand des AKK-Twitteraccounts noch einmal nachverfolgen.

Tatsächlich scheint es aber eine gesonderte Connection zu Apolda zu geben, so schrieb die Facebookseite „Patriotische Europäer sagen Nein-Apolda“: „War ein aufregender Nachmittag ;) “.

Inwieweit die Personen in dortige Aktivitäten verwickelt waren lässt sich bisher nur vermuten. Auf den Bildern die vom MDR veröffentlicht wurden sind bisher nur Thomas Holzinger und Yvonne Lüttich identifiziert wurden, beide sehen sich wahrscheinlich mit Anzeigen wegen Landfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte konfrontiert.



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