PEGIDA Ableger SüGIDA plant Demonstration in Suhl

Für Montag, den 12. Januar, hat der PEGIDA Ableger SüGIDA (Südthüringen gegen Islamisierung des Abendlandes) eine Demonstration in Suhl angemeldet.

Wir verlinken hier den Artikel der Antifaschistischen Gruppen Südthürigen – AGST

„SÜGIDA nennt sich der Südthüringer Ableger der rassistischen Dresdner Massenbewegung gegen Asylrecht und Geflüchtete. Am 12. Januar 2015 soll es in Suhl die erste Demonstration geben, für die Faschisten aller Couleur von AfD bis NPD bereits trommeln. Aber es regt sich auch Widerstand gegen die größte rassistische Basisbewegung seit Anfang der 90er.

PEGIDA heißt also der neueste Versuch eine rassistische Massenbewegung in Deutschland zu etablieren. Dabei hätte man bei der Namenswahl kaum selbstentblößender vorgehen können. Als hätten die Rassisten selbst den Beweis dafür antreten wollen, dass ihr Hass auf die Ausländer jeder rationalen Grundlage entbehrt, es also an den Verfolgten gerade das gar nicht gibt, was man an ihnen zu verfolgen meint, hat man sich den Namen „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ gegeben. In der Hochburg der Bewegung, in Dresden, gibt es geschlagene 0,4 Prozent Muslime und dass die aus den aktuellen Kriegsgebieten fliehenden Muslime hier das Kalifat aufbauen, vor dem sie in Syrien und dem Irak flohen, ist so absurd wie kaum etwas.

Den Verteidigern des Abendlandes geht es auch nicht um den Islam oder den Islamismus. Ihre „Ängste“, die die aufs Wahlvieh schielenden Politiker so gern ernst nehmen wollen, sind tatsächlich Ängste, aber eben keine vor dem Verlust der Kultur oder Identität, sondern Ängste vorm sozialen Abstieg, vor der Konkurrenz um Arbeitsplätze, Sozialhilfe, Wohnraum und um das volksgemeinschaftliche Versprechen, dass das bloße Leben der Deutsch-geborenen im Gegensatz zu dem der Flüchtlinge durch die Staatsmacht zu garantieren ist.

Im Januar wollen also auch in Suhl solche Realitätsflüchtlinge deutscher Provenienz auf die Straße gehen und den Landsleuten ihr Leid und ihre Angst klagen. Wie viele es werden und wie lange die Motivation anhält, ist nicht abzusehen. Abzusehen ist aber, dass eine breite rechte Volksfront von Enttäuschten, Naiven, Verbitterten und Erbosten die Wohnquartiere in Richtung Innenstadt verlassen wird. NPD, BZH und AfD sind längst darum bemüht diese neue Welle der rassistischen Basisbewegung zu kontrollieren und für sich an die Wahlurnen und Mitgliederversammlungen zu treiben.

Aber es gibt auch Widerstand, der sich – wo sonst – zunächst auf Facebook sammelt. Eine Gruppe namens „Südthüringen gegen Sügida“ hat bereits Proteste angekündigt und sammelt vorerst die Likes der Willigen ein. Überhaupt konkurriert man derzeit eifrig um die meisten Facebook-Likes, als würde es etwas bedeuten, wenn man die in der Like-Zahl quantifizierte Zustimmung aus der ganzen Welt zusammenklaubt. Zur Zeit liegen jedenfalls die Rassisten knapp vorn.

Ab Januar wird es aber wohl nötig sein, die Rassistenaufmärsche in Suhl auf der Straße zu beobachten und ihnen entgegenzutreten. Am besten ohne dabei den Rechtsstaat oder das geläuterte Deutschland hochleben zu lassen, das heißt also: ohne in Konkurrenz um den besseren Nationalismus zu treten, wie es die Mehrzahl der PEGIDA-Widersacher derzeit zu tun pflegt.“


2 Antworten auf „PEGIDA Ableger SüGIDA plant Demonstration in Suhl“


  1. 1 Paul Schmidt, Dipl.-Ing. 08. Januar 2015 um 22:46 Uhr

    Sehr geehrte Damen & Herren Verfasser vorstehenden Artikels!
    Die hierin gewählten Formulierungen und Aussagen lassen klar vermuten, dass es sich bei eben jenen Verfassern um Mitbürger handelt, die weder ausreichend Sach- noch Fachverstand & -Wissen besitzen. Allein mit einem in Deutschland erfolgreich absolvierten 10-Klassenabschluss, gesundem Menschenverstand sowie dem aus der globalen/deutschen Geschichte Gelernten, müsste man erkannt haben, was sich hier gegenwärtig anbahnt und abspielt! Den Umstand jener Aktualität dann ungehemmt und skrupellos in …die rechte Ecke… treiben zu wollen, ist gefährlichste Dummheit und Perversion zugleich! Jenen Verfasser würde es gut stehen, jene Thematik besser zu recherchieren. Nicht, dass sie eines Tages erleben müssen, wohin auch sie Millionen von deutschen Mitbürgern letztendlich getrieben haben. Man sollte Weltgeschichte (die deutsche/europäische eingeschlossen) nicht ignorieren und versuchen, umzuschreiben…!

  2. 2 Administrator 12. Januar 2015 um 17:41 Uhr

    Sehr geehrter Verfasser dieses herablassenden Kommentars,
    die von ihnen gewählten Formulierungen und Aussagen, ohne jeglichen Inhalt und Verstand, lassen vermuten, dass sie weder aus der Geschichte gelernt haben, noch wissen, was sich gegenwärtig anbahnt und abspielt. Da sie in keinem einzigen Satz ihres Textes auf den von uns verlinkten Artikel der „Antifaschistischen Gruppen Südthüringen“ eingehen und ihren, anscheinend mehr als fragwürdigen, Standpunkt nicht im Geringsten argumentativ erläutern bzw. untermauern, halten wir es auch nicht für nötig, dem Artikel etwas hinzuzufügen.

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