Neues vom deutschen Michel

Seit dem Weimarer Aufmarsch im Februar ist der in Tannroda lebende Michel Fischer weiterhin einer der umtriebigsten Neonazis aus Weimar bzw. dem Weimarer Land.
Neben einem Naziaufmarsch in Gotha im April ist Fischer am Wochenende des 01. Mai zusammen mit Weimarer Neonazis sowohl auf der Demonstration des „III Weg“ in Saalfeld, als auch bei der rechten Hooligandemo einen Tag später in Erfurt aufgetaucht.
Am 10. Mai nahm er an einer Nazikundgebung in Bitterfeld teil und hält im Juni einen Redebeitrag auf einer Neonazidemonstration in Merseburg, zu der er mit drei weiteren Neonazis aus Weimar angereist ist. Auf einem Aufmarsch der Europäischen Aktion am 27. Juni in Jena werden er, sowie sein Vater Paul Fischer kurzzeitig in Gewahrsam genommen, weil er Journalist*innen angegriffen hat.


Michel Fischer in Merseburg am 20.06.2015

Im Juni wurde bekannt, dass Michel Fischer als Angestellter der Jenaer Security Firma „VIP Schild Security“ auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt gearbeitet hat, was von der Firma selbst als Einzelfall heruntergespielt wurde.

Am 11. Juli gründete sich ein Landesverband der Dortmunder Neonazipartei „Die Rechte“ in Thüringen mit Michel Fischer als „Landesorganisationsleiter“. Damit wechselt Michel Fischer sein bisheriges Auftreten von einem freien Kameraden zu einem Funktionär einer rechtsradikalen Partei. Als Teil der Partei tritt Fischer beim Sommerfest des „Freundeskreises Udo Voigt“ auf dem Gelände des Vereins „Gedächstnisstätte e.V.“ in Guthmannshausen auf, zu dem auch verurteilte HolocaustleugnerInnen gekommen sind. Am 01. August nimmt Fischer als Vertreter des Thüringischen Parteiverbands am Bundesparteitag der Partei „Die Rechte“ in Sachsen Anhalt teil.


Landesverband „Die Rechte Thüringen“ mit Marco und Kevin Kern (1. & 4. vl), Jörg Krautheim (2. vl) und Bert Müller (3. vl)

Zuletzt ist Michel Fischer am 17. August auf der Neonazidemonstrationen von „THÜGIDA“ in Erfurt aufgetaucht, wo er sowohl mit Michael Zeise, als auch mit Kadern der
NPD unterwegs war. Zwischendurch durfte er seine menschenfeindlichen Parolen durch den Lautsprecherwagen brüllen und einen Redebeitrag halten.


Michel Fischer als Redner auf der THÜGIDA Demonstration in Erfurt am 17.08.2015