Archiv der Kategorie 'Aufrufe in andere Städte'

Chemnitz Mobi-Vortrag Gerberstraße 1

Am 17.03 um 17 Uhr wird in Gerberstraße 1 ein Mobi-Vortrag zum Antifaschistischen Jungendkongress in Chemnitz statt finden.
Link zur FB-Veranstaltung

Antifaschistischer Jugendkongress in Chemnitz!

„“Es ist kalt in Deutschland: Nazis patroullieren durch die Straßen, tagtäglich gibt es Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte. Ständig dasselbe rassistische Stammtischgelaber bei der AfD oder beim örtlichen Pegida-Ableger und es steht schon wieder eine Asylrechtsverschärfung an. Wir finden das zum kotzen! Wenn es euch auch so geht und ihr zusammen mit anderen was dagegen tun wollt, dann kommt zum antifaschistischen Jugendkongress (JuKo) nach Chemnitz! Vom 1.-3. April erwartet euch hier ein breites Programm. Es wird beispielsweise Workshops zur Organisation eines Schulstreiks oder Anregung zur Organisation eurer eigenen Politgruppe geben. Infos zu allen wichtigen Dingen über Demonstrationen sollen ebenfalls vermittelt werden. Ihr könnt euch mit Flyerdesign, Streetart, Selbstverteidigung und vielem mehr selbst ausprobieren. Natürlich gibt es auch Workshops zu inhaltlichen Themen wie Neonazi-Organisationen, Antirassismus, Feminismus und Kapitalismuskritik. Das komplette Programm findet ihr auf unserer Website Zusammen wollen wir uns mit der Gesellschaft, in der wir leben, beschäftigen. Das ganze Wochenende lang werden wir uns austauschen, gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickeln, mit euch kritisieren und uns für weitere Aktionen vernetzen. Der JuKo soll neue Perspektiven eröffnen für alle, die sich antifaschistisch, antisexistisch und antirassistisch organisieren wollen, dies vielleicht schon tun oder einfach nur mehr darüber erfahren wollen, wie man zusammen was verändern kann. Der Kongress ist kostenlos, es gibt ausreichend Pennplätze und auch für Essen und Getränke wird gesorgt – meldet euch einfach auf der Internetseite an und verbringt ein abwechslungsreiches, politisches und entspanntes Wochenende mit uns in Chemnitz.“"

Fertige PDF Flyer Datei

Dazu wird es am 5.03 vorrausichtlich in der Gerberstraße 1 ein Mobivortrag geben!

Kühe, Schweine, Glockenstadt Vol.2

Nachdem NPD-Stadtrat Jan Morgenroth sich in Weimar aus dem „Kampf“ um die Straße zurückgezogen hat, ist nun Apolda dran. In unserem unerschütterlichen Optimismus rufen wir dazu auf am kommenden Samstag, dem 20 Februar 2016 nach Apolda zu fahren, um gegen den Naziaufmarsch zu demonstrieren. Nicht einmal ein „buntes Deutschland“ werden wir wohl in Apolda finden. Deutschland wird sich ganz in reiner grauer Hässlichkeit zeigen. Nachdem in Weimar wohnende Menschen ihren „Antifaschismus“ vor 2 Wochen zur Schau gestellt haben, braucht sich Mensch ja nicht um Apolda kümmern. Die Scheinheiligkeit vieler Protestierenden wird an dieser Stelle deutlich offenbart. Jedoch hoffen wir darauf das einige Menschen sich aus ihren Wohlfühlzonen bewegen. Los geht es in Apolda um 17:30. Wir empfehlen eine frühzeitige Anreise.

Solidarität mit allen Antifaschist*innen aus Apolda!
Gegen Deutschland und seine Nazis!

Refugees Welcome! Racists and Nazis not! Part 2

via Welcome to Gotha

Am 28.11. wollen die Nazis um das “Bündnis Zukunft Landkreis Gotha” (BZLG) das zweite mal versuchen auf den Zug der Proteste von “besorgten Bürgern” aufzuspringen. In diesem Kontext wird immer behauptet, dass die sogenannten “extrem Rechten”1, sich diese Proteste zu Nutze machen, vielmehr noch, sie steuern und infiltrieren. Dass die Neonazis einen, nicht unwesentlichen Teil zur Gewalltaffinität und zur Stimmung dieser Proteste beitragen finden wir richtig, jedoch widersprechen wir dieser Theorie im weitesten Sinne.

Die “besorgten Bürger” benutzen und argumentieren auf jeder ihrer Demos mit dem Volksbegriff. Sei es in Parolen wie “Wir sind das Volk”, oder mit Sätzen wie “Das Volk wird nur verarscht” . Wir möchten festhalten, dass der Volksbegriff nichts anderes meint als die Verbundenheit eines nationalen Zwangskollektives unter dem Staat. Der Begriff bedient in sich, die Ablehnung der Gemeinschaft gegen das was nicht dazu gehört. Wer mit dem Volk argumentiert steht bei den Nazis gar nicht so falsch. Auch wenn die verschiedenen Gruppen bei PEGIDA, Naziaufmärschen und co. prinzipiell nicht als homogene Masse zu betrachten sind ist der Volksbegriff, was die Ideologen von AfD über Sarrazin Anhänger, von “besorgten Bürgern” bis Kameradschaftsnazis eint.

Was sie ebenfalls eint, ist die vermeintliche Rettung der Werte des deutschen Volkes vor der “Fremdkultur”. Diese wird bei den meisten im Islam gesehen. Unterschiedslos wird der Islam als Glaubensmarotte, wie hierzulande das Christentum, mit dem politschen Islam in einen Topf geworfen. Dem Mob ist egal, dass ein Teil der Menschen, welche nach ihrer Flucht hier ankommen, vor eben jenem geflohen sind. Vielmehr ist die Ideologie des politischen Islam der der Nazis gar nicht so fremd.

Während die Islamisten die Welt von den „Ungläubigen“ säubern wollen, haben es die Nazis auf „Volksschädlinge“ abgesehen, das sind wahlweise Ausländer, Obdachlose, Homosexuelle, Juden und andere Gruppen.2
Eben diese Gleichmachung (Islam = politischer Islam) ist einer der vielen Beweise für die Resistenz gegenüber Aufklärung der Rassisten, schlicht, Fluchtursachen oder Menschenrechte sind ihnen egal. Es geht beim Rassismus immer darum, das bürgerliche Subjekt vor der Einsicht der Überflüssigkeit im kapitalistischen Verwertungsprozess zu retten. Die Abspaltung zu dem was nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passt ist die Vertuschung davor, dass der Mensch im Kapitalismus eben nicht des Selbstzweckes existiert, sondern ein austauschbares Mittel einer Produktionsordnung ist.

Die Braunen von Gotha

Während sich in Ohrdruf Neonazis und Rassisten auf Grund der Unterbringung von Geflüchteten erst virtuell zusammenrotteten, dann im Laufe der letzten Monate mit mäßigem Erfolg mehrere Kundgebungen und Demonstrationen durchführten, ist der vorläufige Höhepunkt die Gründung einer Bürgerwehr. Bisher sind uns allerdings noch keine Aktivitäten dieser Bürgerwehr bekannt geworden. In Ohrdruf selbst bemüht sich die lokale rechte Szene, die Hegemonie der frühen 2000er-Jahre zurückzuerlangen. Rechte Graffitis im gesamten Stadtgebiet, Einschüchterungsversuche gegen die (wenigen) Engagierten vor Ort, und die „Überwachung“ der Geflüchteten, die sich aus den Unterkünften heraus trauen. Dazu die übliche virtuelle Hetze in mehreren Facebook-Gruppen.

Im „Gelben Haus“ von Ballstädt haben Teile der „Hausgemeinschaft Jonastal“ ihr temporäres Exil gefunden. Nachdem die Nazis ihre Immobilie in Crawinkel aufgeben mussten, bezogen einige von ihnen die Ersatzimmobilie in Ballstädt. Mit Thomas Wagner (Bandleader von SKD) verfügen die Ballstädter Neonazis über hervorragende Verbindungen in die bundes- und europaweite militante Neonazi-Szene. Sowohl über die alten B&H-Kontakte, als auch über kriminelle Netzwerke, wie die Vorgänge rund um das Österreichische „Objekt 21“ zeigen. Dabei handelte es sich um eine Mischung aus Kameradschaft und Mafia (Prostitution, Menschenhandel, Waffen, …). Nach einigen Anlaufschwierigkeiten zerschlug die österreichische Polizei dieses Netzwerk. Mit auf der Anklagebank saßen Steffen Mäder („Gelbes Haus“ Ballstädt) und Andreas Potyra, der sich in den 2000er-Jahren in der ohrdrufer Nazi-Szene bewegte. Während Mäder in Österreich seine 3-jährige Haftstrafe absitzt, sind die Ballstädter Kameraden nicht untätig geblieben. Im Februar 2014 gab es einen gut organisierten Überfall auf eine Kirmesfeier in Ballstädt, mehrere teilweise schwer verletzte Jugendliche und ein zertrümmerter Bürgersaal, waren das unmittelbare Resultat dieser Kommando-Aktion. Der Angstraum der dadurch erzeugt wurde, hat seither jeden effektiven Widerstand der Ballstädter erstickt.

Momentan wartet die „Ballstädter Szene“ augenscheinlich auf ihr Verfahren. Einzelne Bewohner des „Gelben Hauses“ fahren weiterhin auf rechte Demos, bzw. sind damit beschäftigt Konzerte und Veranstaltungen zu organisieren. Die NBZ-Ballstädt dient als Rückzugsraum der Szene, hier können sich Neonazis ohne Störungen durch Polizei, Zivilgesellschaft oder Antifa treffen und vernetzen.

Die Kameradschaft “Bündnis Zukunft Landkreis Gotha”, hauptsächlich in Gotha und Ohrdruf aktiv, ist die aktuell öffentlichkeitswirksamste Neonazi-Struktur in der Region. Der Zusammenschluss rund um Marco Zint und Anne-Kathrin Schmidt, bedient die klassischen NS-affinen Vorlieben von Rechtsaußen. Am 8. Mai treiben sie sich auf Friedhöfen herum, am Todestag von Rudolf Hess werden beschmierte Bettlaken im Stadtgebiet aufgehangen und jährlich zum Volkstrauertag trommelt man thüringenweit die NS-Fans zusammen, pilgert ins nahegelegene Friedrichoda, und versucht sich in irgendwelchen okult-anmutenden Gespensterbeschwörungen.

Trotz der gewissen Komik, die diese Leute mit ihren einheitlichen Pullis versprühen, darf die Gefahr, die von ihnen ausgeht nicht unterschätzt werden. Kameradschaftsführer Marco “Die Krücke” Zint, ist selbst wohl kaum noch eine Gefahr für seine Umgebung. Durch einen Autounfall ist Marco selbst zum “Volksschädling” geworden, das alte Straßenkämpfer-Image ist dahin. Dauerhaft arbeitsunfähig und nicht mehr in der Lage einen Zweikampf zu bestreiten (oder auch nur schnell genug davon zu humpeln), ist der letzte Lichtblick in seinem Leben, dass er es noch schafft gewisse Teile der lokalen Nazi-Szene um sich zu scharen.

Ein weiterer Akteur der Gothaer Szene ist die umtriebige Anne-Kathrin Schmidt, äußerst reisefreudig, und durchaus gewaltaffin. Sie ist auf zahlreichen regionalen und überregionalen Aufmärschen der rechten Szene anzutreffen, übernimmt Ordnerfunktion oder meldet Aufmärsche mit an. Sie bewegt sich zwischen NPD, JN und Kameradschaftsszene. Falls ihr das Pech habt Anne-Kathrin über den Weg zu laufen, werdet ihr selbst feststellen können, dass eine ihrer Passionen das Aufstacheln und Antreiben “ihrer” Nazimeute ist. Alleine, oder in kleineren Gruppen, erscheint sie eher wie das verängstigte Mauerblümchen.

Der allgemeine Anstieg rechter Gewalttaten geht auch an Gotha und dem Landkreis nicht vorbei. Rassistische Übergriffe, Drohungen und Angriffe auf alternative Jugendliche und Antifas nehmen zu. Ob der Anschlag von Friemar (Brandstiftung einer bewohnten Unterkunft) aus dem organisierten Neonazi-Spektrum kam, oder ob hier ein bürgerlicher “Extremist” der Mitte, beinahe zum Mehrfachmörder wurde, wissen wir noch nicht.

Die antideutsche Politik vorantreiben!

Im Aufruf zum Naziaufmarsch am 28. November, treiben die Rassisten ihre Farce auf eine neue Ebene. Tatsächlich werden die Geflüchteten nicht als Hauptfeind, sondern vielmehr als „Symptom“ gesehen. Der Text des Aufrufes, welcher definitiv nicht aus der Feder eines Mitgliedes des BZLG kommt, versucht nun in AfD-Manier die deutsche Regierung zu diffamieren. Scheinbar beflügelt durch den Anstieg der Besucherzahlen der AfD-Aufmärsche im nah gelegenen Erfurt, wird sich nun bewusst, und noch populistischer, an die vermeintliche „bürgerliche“ Mitte gewandt. Wird der Blick jedoch hinter die Fassade geworfen, bzw. einfach mal geschaut, wer hier die Veranstalter der Demonstration sind, dann wird eines schnell klar: es handelt sich um waschechte Neonazis, rund um das „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“, den Schlägern vom „dritten Weg“ und den verblödeten Spinnern von „der Rechten“. Des Weiteren gibt es für uns keine Differenzierung zwischen Nazis, rechten Populisten oder Wut- und besorgten Bürgern. Wer sich dem geistigen Müll solcher Menschen anschließt, der ist selbst keinen Deut besser und darf auch nicht besser behandelt werden, nur weil er nicht im Pelz eines schlagenden Neonazis daherkommt.

Am 28. November wird es, wie bereits im April, mehrere Kundgebungen gegen den rassistischen Müll geben. Die Nazis mobilisieren wieder zum „Coburger Platz“ und es ist zu erwarten, dass die Route ähnlich sein wird wie im Frühjahr. Auch wird es wieder mit dem Zug anreisende Rassisten geben, welche auch irgendwie zum Auftaktort kommen müssen und welchen der Weg durch die Stadt durchaus versüßt werden kann. Die genauen Treffpunkte und Orte der Gegenkundgebungen werden wir hier auf unserer Homepage noch veröffentlichen.

Selbstverständlich bleiben auch in diesem Jahr die Drohungen gegen Antifaschist_innen im Vorfeld nicht aus. So wurde, wieder einmal, angekündigt dass am 28. November „Zecken“ angegriffen werden. Solche Drohungen sind uns nicht neu, jedoch ebenso lächerlich.

Einschüchterungsversuche sind bei uns zum Einen zwecklos und zum Anderen passen sie so gar nicht in das Image welches sich die Organisatoren wünschen und was sie abgeben wollen: friedliche Bürger. Auch wenn wir nicht unbedingt auf die Hooligan- Mentalität der Nazis stehen, fordern wir zu kreativen und allumfassenden Widerstand gegen die Rassisten auf. Und um das noch einmal zu betonen: eine Unterscheidung zwischen militanten Nazi und „besorgten Bürger“ macht keinen Sinn und sollte auch nicht vermittelt werden.

Den rassistischen Mob aus der Stadt jagen!

1 Wir lehnen die Extremismusdoktrin auch bei Neonazis ab. Sie besagt, dass es rechts und links der angeblichen “guten” Mitte der Meinungsbildung nichts geben darf. Wir kämpfen für eine aufgeklärte Gesellschaft. Dazu gehört es, sich den bornierten Anforderungen der bürgerlichen Öffentlichkeit entgegenzustellen. Die Extremismusdoktrin taugt vielleicht als Kampfideologie der bürgerlichen Rechten gegen Verfechter einer solidarischen und freien Gesellschaft. Sie hält aber keiner kritischen Auseinandersetzung stand und dient der Relativierung faschistischer Gewalt, die mit linker Praxis gleichgestellt wird, sowie der Dämonisierung kommunistischer Bestrebungen, also Gruppen und Personen, die diese Welt grundlegend verändern wollen.

2 aus einem Redebeitrag der “Antifaschistischen Gruppen Süd-Thüringen”

weitere Infos unter: http://welcometogotha.blogsport.de

Update: Thügida kündigt neue Demonstrationen an

Am Montag, den 17. August, kommen die Neonazis von Thügida wieder aus ihren Löchern gekrochen und wollen Demonstrationen in vier Städten in Thüringen durchführen. Aufmärsche sind in Nordhausen, Erfurt, Eisenberg und Suhl geplant.
Genauere Informationen zum Startpunkt der Aufmärsche folgen in den nächsten Tagen.

Thügida trifft sich in Erfurt um 19:00 Uhr am Brunnen des Berliner Platzes.

Thügida trifft sich in Nordhausen um 17:00 Uhr am Rathausplatz.

Die Genoss*innen der AGST haben bereits Informationen zum geplanten Aufmarsch in Suhl veröffentlicht.

Bleibt auf dem laufenden und am 17.08. auf die Straße gegen menschenverachtende Ideologie!