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Der 1. Mai und seine Nazis

Ähnlich wie im letzten Jahr fanden zahlreiche Neo-Nazi Demonstrationen zum 1. Mai in der Bundesrepublik statt. Die Weimarer Nazis fuhren in diesem Jahr geschlossen nach Halle und beteiligten sich anschließend an der Spontandemonstration in Apolda, beschränken werden wir unsere Analyse deswegen auf diese beiden Städte. Solltet ihr Hinweise zu anderen Aktionen Weimarer Nazis am ersten Mai haben, schreibt uns bitte eine Mail. Eine ausführliche Bewertung des Tages lässt sich auf den Blogs von Gera und Halle finden.

Grundsätzlich kann dieses Jahr ein erfolgreicheres Fazit zum ersten Mai gezogen werden. In Halle konnte die Demonstration von „Die Rechte“ erfolgreich blockiert werden und in Gera fanden sich fast 600 Demonstrant*innen zur Antifa-Demo ein. Doch beginnen wir mit dem frühen Morgen des 1.Mai. Gegen 8:50 Uhr machten sich die Weimarer Kamerad*innen auf den Weg nach Halle. Am Weimarer Bahnhof waren Thomas Holzinger, Michael Engling, Yvonne Lüttich und Neo-Nazis von außerhalb anzutreffen.

Michel Fischer beteiligte sich nicht an der Zuganreise aus Weimar, sondern stieg bereits in Erfurt zu. Er nahm in Halle an der Kundgebung teil.
Festzustellen ist, dass der 19 Jährige Michael Engling seinen Aktionismus um ein vielfaches erhöht hat, schließlich ist er bereits am 18.03 diesen Jahres nach Leipzig gefahren und teilte auf FB auch immer wieder Nationalsozialistische Propaganda. Engling ist einer der Jugendlichen, welcher erstmals am Trauermarsch 2016 teilnahm. Er suchte am konsequentesten Anschluss an bestehende Nazistrukturen.

Doch zurück zum 1 Mai. Halle lief für die Nazis von „Die Rechte“ denkbar beschissen, keine Demo und Schellen kassiert. Trotz alledem folgte im Anschluss zur Demo noch ein Neo-Nazi Angriff auf Jugendliche durch Nazis aus Rhein-Main, ein ausführlicher Artikel lässt sich finden auf ZEIT BLOG sowie die Namen der Beteiligten hier.

Randale in Apolda

Nach dem Scheitern der Demonstrationen in Halle reisten einige Nazis, unter anderem auch die des Antikapitalistischen Kollektivs, nach Apolda, um eine Ersatzveranstaltung durchzuführen. Diese wurden ihnen im Vorfeld polizeilich untersagt, was sie nicht davon abhielt, neben Apolda auch in Merseburg, Köthen und Naumburg den Versuch einer Spontandemonstration zu unternehmen. In Apolda ging es dann laut Eigenaussage ganz schön zur Sache, so wurden unter anderem Polizisten*innen mit Steinen und Böllern attackiert. Im Anschluss nahmen BFE-Bullen einen Großteil der Nazis fest. Der gesamte Verlauf lässt sich anhand des AKK-Twitteraccounts noch einmal nachverfolgen.

Tatsächlich scheint es aber eine gesonderte Connection zu Apolda zu geben, so schrieb die Facebookseite „Patriotische Europäer sagen Nein-Apolda“: „War ein aufregender Nachmittag ;) “.

Inwieweit die Personen in dortige Aktivitäten verwickelt waren lässt sich bisher nur vermuten. Auf den Bildern die vom MDR veröffentlicht wurden sind bisher nur Thomas Holzinger und Yvonne Lüttich identifiziert wurden, beide sehen sich wahrscheinlich mit Anzeigen wegen Landfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte konfrontiert.

VIP-Schild Security

via thueringen-rechtsaussen.net

Im Juni 2015 hatten mehrere Medien darüber berichtet, dass die Firma „VIP Schild Security“ in Jena den Neonazi Michel Fischer bei ihrem Sicherheitspersonal zur Sicherung des Darmstädter Schlossgrabenfestes beschäftigt hatte. Thüringen Rechtsaußen warf daraufhin einen genaueren Blick auf weitere Mitarbeiter der Security und kam zum Schluss, dass –anders als die Beteuerungen seitens der Firma- der Einsatz von Fischer mitnichten „ein Einzelfall“ war. Nachdem die Ratsfraktion der Grünen in Weimar der Stadt ein „unsensibles Verhalten“ vorwarf, weil sie ausgerechnet „Schild Security“ mit der Bewachung des Weihnachtsmarktes beauftragt hatte, ging die Sicherheitsfirma juristisch gegen die Grünen vor. Vor dem Landgericht Erfurt stellte sich heraus, dass „Schild Security“ vor allem versucht hatte, die Seite von Thüringen Rechtsaußen vom Netz nehmen zu lassen, nachdem dort der entsprechende Bericht erschienen war. Wie uns mitgeteilt wurde, sei dort angeblich eine „Vielzahl unwahrer Behauptungen“ verbreitet worden. Die Geschäftsführerin Katrina Fenk verstieg sich gar zu der Behauptung, die Firma habe weder Michel Fischer noch sonst welche Nazis beschäftigt. Gleichzeitig erklärte sie aber auch, dass sie sich in der extrem rechten Szene nicht auskenne und deshalb nicht tätig werden könne. Bereits damals hatten wir mehrere Belege für Verbindungen zur Neonazi-Szene veröffentlicht und auch den Firmenchef Jan Schild mehrfach per Email um eine Stellungnahme gebeten, damit er erklären könne, warum er Neonazi-Seiten auf Facebook verlinkt, ein geschichtsrevisionistisches Video („Adolf Hitler wollte Frieden“) postete und wie so viele Personen aus der extremen Rechten in seine Firma geraten. Auch namentliche Vorhalte über mehrere Mitarbeiter halfen nichts, Schild weigerte sich zu antworten. Er bereinigte stattdessen sein Facebook-Profil, löschte ein Hitlervideo und schrieb am 24. Juli 2015 trotzig mit der Mailadresse von VIP Schild an Thüringen Rechtsaußen: „Ich brauche nix Aufarbeiten und es gibt keinen Grund Ihnen Dinge aus mein Privatleben zu schildern, solange Sie nicht zu meinem Freundeskreis gehören, geht Ihnen das gar nix an.“ Gerne sind wir Katharina Fenk bei einem Einblick in die Neonazi-Szene behilflich, damit sie im Zweifelsfall wirklich personelle Konsequenzen ziehen kann und veröffentlichen zusätzlich zu unserem ersten Text hier noch weitere Informationen über die Verbindungen der Firma zur extremen Rechten.

Dies ist nur ein kurzer Auschnitt für den ausführlichen Artikel siehe thueringen-rechtsaussen.com

Neues vom deutschen Michel

Seit dem Weimarer Aufmarsch im Februar ist der in Tannroda lebende Michel Fischer weiterhin einer der umtriebigsten Neonazis aus Weimar bzw. dem Weimarer Land.
Neben einem Naziaufmarsch in Gotha im April ist Fischer am Wochenende des 01. Mai zusammen mit Weimarer Neonazis sowohl auf der Demonstration des „III Weg“ in Saalfeld, als auch bei der rechten Hooligandemo einen Tag später in Erfurt aufgetaucht.
Am 10. Mai nahm er an einer Nazikundgebung in Bitterfeld teil und hält im Juni einen Redebeitrag auf einer Neonazidemonstration in Merseburg, zu der er mit drei weiteren Neonazis aus Weimar angereist ist. Auf einem Aufmarsch der Europäischen Aktion am 27. Juni in Jena werden er, sowie sein Vater Paul Fischer kurzzeitig in Gewahrsam genommen, weil er Journalist*innen angegriffen hat.


Michel Fischer in Merseburg am 20.06.2015

Im Juni wurde bekannt, dass Michel Fischer als Angestellter der Jenaer Security Firma „VIP Schild Security“ auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt gearbeitet hat, was von der Firma selbst als Einzelfall heruntergespielt wurde.

Am 11. Juli gründete sich ein Landesverband der Dortmunder Neonazipartei „Die Rechte“ in Thüringen mit Michel Fischer als „Landesorganisationsleiter“. Damit wechselt Michel Fischer sein bisheriges Auftreten von einem freien Kameraden zu einem Funktionär einer rechtsradikalen Partei. Als Teil der Partei tritt Fischer beim Sommerfest des „Freundeskreises Udo Voigt“ auf dem Gelände des Vereins „Gedächstnisstätte e.V.“ in Guthmannshausen auf, zu dem auch verurteilte HolocaustleugnerInnen gekommen sind. Am 01. August nimmt Fischer als Vertreter des Thüringischen Parteiverbands am Bundesparteitag der Partei „Die Rechte“ in Sachsen Anhalt teil.


Landesverband „Die Rechte Thüringen“ mit Marco und Kevin Kern (1. & 4. vl), Jörg Krautheim (2. vl) und Bert Müller (3. vl)

Zuletzt ist Michel Fischer am 17. August auf der Neonazidemonstrationen von „THÜGIDA“ in Erfurt aufgetaucht, wo er sowohl mit Michael Zeise, als auch mit Kadern der
NPD unterwegs war. Zwischendurch durfte er seine menschenfeindlichen Parolen durch den Lautsprecherwagen brüllen und einen Redebeitrag halten.


Michel Fischer als Redner auf der THÜGIDA Demonstration in Erfurt am 17.08.2015

Michel Fischer als Security beim Schlossgrabenfest in Darmstadt

Vor kurzem postete „Kein Bock auf Nazis“ ein Foto, welches den allseits bekannten Weimarer Neonazi Michel Fischer als Securitymitarbeiter beim „Schlossgrabenfest“ in Darmstadt zeigt. Wir wollem in diesem Zusammenhang noch einmal auf die rechte Ideologie mehrerer Mitarbeiter von „VIP Schild Security“ hinweisen.


Foto von „Kein Bock auf Nazis“

Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass Fischer dort als Security-Mitarbeiter angestellt ist, wird beschwichtigend erhoben, dass er lediglich für seinen Vater bzw. seinen Bruder eingesprungen sei. An dieser Stelle müssen wir feststellen, dass über einen Bruder von Michel Fischer nichts bekannt ist und deswegen von seinem Vater, Paul Fischer ausgegangen werden muss.
Der Apfel fällt hier aber nicht weit vom Stamm, denn Vater und Sohn sind beide – oftmals auch zusammen – auf Naziaufmärschen anzutreffen und griffen bereits gemeinsam nicht rechte Jugendliche an.


Vater Paul Fischer (Transparent 3.v.r.) und Sohn Michel Fischer am 01. Juni 2013 in Wolfsburg

Es handelt sich bei der Anstellung von Michel Fischer bei „VIP Schild Security“ keinesfalls um einen „bedauerlichen Einzelfall“, sondern finden dort regelmäßig (Weimarer) Neonazis eine Anstellung und müssen dabei ihre neonazistische Gesinnung nicht verstecken. Sicher ist, dass noch weitere Neonazis bei der Jenaer Firma „VIP Schild Security“ angestellt sind und das Problem bereits bekannt ist.


Weimarer Neonazi Kevin Armstroff als Angestellter von „VIP Schild Security“

Weitere Infos zur „VIP Schild“-Security gibts hier.

Naziouting in Weimar Nord – Kevin Stärker

Gefunden auf linksunten.indymedia:

ACHTUNG – NEONAZI IN DER NACHBARSCHAFT!
Kevin Stärker, wohnhaft in der Marcel-Paul-Straße 96, 99427 Weimar, ist ein ideologisch gefestigter und gewalttätiger Neonazi.Auf mehreren Fotos posiert er offen mit nationalsozialistischer Symbolik, wie etwa einer Hakenkreuz- und einer Keltenkreuzfahne, auf der rechten Bauchseite hat er ein Hakenkreuz, sowie den Leitspruch der SS „Meine Ehre heißt Treue“, auf der Brust den Satz „Life is Pain“ in Reichsfarben tätowiert.
Ursprünglich kommt Stärker aus Gehren in der Nähe von Ilmenau und ist dort bereits als Neonazi in Erscheinung getreten. Schon 2010 hat er sich mit weiteren Neonazis versucht, Zugang zu einer vermeintlich linken WG zu verschaffen, als dieses – eventuell wegen zu starken Alkoholeinflusses – misslang, bewarfen sie das Haus mit Bierflaschen und Böllern.
Lange Zeit hat Stärker in Erfurt gewohnt und war dort als Teil der Neonazigruppierung Aktionsgruppe Erfurt immer wieder auf rechtsradikalen Veranstaltungen anzutreffen, seine Neonazikontakte baute Stärker in dieser Zeit weiter aus. Noch im Mai 2014 hat er bei einem NPD Infostand in Erfurt geholfen.
Stärker nahm 2014 sowohl an bundesweiten Aufmärschen wie in Merseburg oder der HoGeSa-Demonstration in Hannover, aber auch an regionalen Nazievents teil, wie etwa einem JN-Fußballtunier in Erfurt, dem rechtsradikalen Festival „Rock für Deutschland“ oder auch an der NPD-Wahlkampftour im September in Weimar.Kontakt zu organisierten Neonazis besitzt Stärker in ganz Thüringen.
2015 ist Stärker noch nicht auf öffentlichen Versammlungen aufgetaucht, was an seiner neuen Beziehung mit Anni Hoschke und deren Tochter liegen kann. Obwohl Hoschke seit der Beziehung mit Stärker auch an Neonazievents teilnahm und zum Fußballtunier sogar ihre Tochter mitbrachte, kann vermutet werden, dass sich Stärker vermehrt ins Private zurückzieht. Nichtsdestotrotz ist die Wohnung mit Reichsfahnen mit der Aufschrift „Nationaler Widerstand“ und Aufklebern wie „Refugees not welcome“ verziehrt und Stärker immernoch ein Neonazi, was er in sozialen Netzwerken offen zeigt. Beispielsweise kommentiert er ein Foto, das die Gedenkstätte Buchenwald zeigt mit dem Satz „Gute luft xD“.

Zum 01. Juli planen Stärker und Hoschke gemeinsam nach Leipzig zu ziehen und die Nachbarschaft hat glücklicherweise einen Neonazi weniger. Wir wollten dennoch vorher über Stärkers Vergangenheit, Aktivitäten und Ideologie aufklären.

Kevin Stärker vertritt ein rassistisches, antisemitisches und geschichtsverdrehendes Weltbild und schreckt vor Gewalt nicht zurück. Zeigt ihm und seinen NeonazifreundInnen solange, was ihr von menschenverachtender Ideologie haltet.

Faschisten demaskieren!
Nazis das Leben schwer machen!

Weitere Infos und Bilder auf www.linksunten.indymedia.org