Archiv der Kategorie 'Recherche'

Gegen den Naziaufmarsch im Februar 2016 in Weimar, den Täter_innen nicht gedenken!

Widersprüche und Ambivalenzen in der neonazistischen „Erinnerungskultur“

Beim kommenden Trauermarsch soll wieder der „Zerstörung“ der Stadt Weimar, durch die alliierten Bomberverbände gedacht werden. Das „Gedenkbündnis Weimar“ beschreibt Weimar -wie im Jahr zuvor- Weimar als „Stadt der Baukunst“, die Opfer des „Bomben Holocaust“ wurde. Wir ersparen uns in diesem Zusammenhang darauf einzugehen, dass die weltbekannte Weimarer Baukunst -also das Bauhaus- für die Nationalsozialist_innen als „entartete Kunst“ galt. Viel mehr wollen wir die Stadt im Kontext der nationalsozialistischen Verbrechen rezipieren.
Bereits 1932 wurde auf Landesebene eine nationalsozialistische Regierung demokratisch gewählt und nach der Machtübertragung 1933 auf Reichsebene, wurde Thüringen nicht ohne Grund als „Trutzgau“ bezeichnet, denn die Gleichschaltung ließ sich hier besonders schnell vollziehen. „Trutzgau“ eine Bezeichnung auf die die regionale Naziszene auch 2015 Bezug nimmt, indem sie beispielsweise Veranstaltungen, wie „Rock im Trutzgau“ abhält . Doch analysiert mensch die Rolle von Weimar im NS genauer, kann festgestellt werden, dass sich führende Nationalsozialist_innen in Weimar äußerst wohl fühlten -darunter auch Adolf Hitler, der wiederholt Weimar besuchte. Die Stadt hatte mit Fritz Sauckel einen Gauleiter an ihrer Spitze, der später als „Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz“ Millionen von Menschen nach Deutschland verschleppte, um sie als Zwangsarbeiter_innen auszubeuten. Zwangsarbeit, etwas von dem die Nationalsozialist_innen auch in Weimar regen Gebrauch machten. So wurde im Jahr 1937 das Konzentrationslager Buchenwald eröffnet, in dem über 56.000 Menschen getötet wurden. Die inhaftierten Menschen wurden von der SS an Firmen in Weimar ausgeliehen, in denen sie Zwangsarbeit verrichten mussten. Von der weimarer Bevölkerung wurde die Existenz eines Lagers nicht infrage gestellt. Lediglich die NS-Kulturgemeinde kritisierte die erste Bezeichnung „KL Ettersberg“ mit der Begründung, dass der Ettersberg untrennbar mit dem Wirken Goethes verbunden sei. Es erfolgte die Umbennenung in „KL Buchenwald post Weimar“.
Mit der Eröffnung des Lagers bezog die „Dritte SS-Totenkopf Standarte“ ihre Kasernen in Buchenwald. Der Leitspruch der SS: „Meine Ehre heißt Treue“ findet sich zum Beispiel auch auf dem Bauch des ehemaligen Weimarer Neonazis Kevin Stärker als Tattoo wieder. Hier wird einmal mehr die Ambivalenz zwischen dem öffentlichen Relativieren der Schuld deutlich und dem gleichzeitigen radikalen Bejahen der nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen.

Wenn am 06.02.2015 Michel Fischer seine Freund_innen zum „Trauermarsch“ nach Weimar einlädt, dann wird es dabei um viel mehr gehen, als die Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen. Bei der neonazistischen „Gedenkkultur“ geht es vordergründig nicht nur um das von „Besorgten Bürger_innen“ und manchen konservativen Politiker_innen propagierte „Schlussstrichziehen“ unter die Geschichte, sondern um die Beendigung des „Schuldkultes“. Zentrale Bedeutung erhält die Frage nach einer klaren Vorstellung der Gesellschaftsstruktur. Die Antworten finden sie in ihrem Wunschdenken, die 30er- und 40er- Jahre wieder aufleben zu lassen: Eine ganz klar abgegrenzte Volksgemeinschaft, die sich durch Nation, „Rasse“, Militarismus, Führerkult usw. definiert und deren Ziel Vertreibung und Vernichtung der „Volksschädlinge“ ist, um und das Alleinstellungsmerkmal des eigenen Volkes zu sichern. Hierbei spielen vor allem szenespezifische Codes eine enorme Rolle. Es geht darum (auch auf öffentlichen Veranstaltungen) so nah wie möglich an relativierende oder leugnende Elemente in Bezug auf die NS- Verbrechen heranzukommen. Sie sehen sich selbst dazu berufen, die quasi ihnen gottgegebene Aufgabe, die „Volksgeschichte“ nicht durch „Medien, Historiker und sonstige Gutmenschen“ verunstalten zu lassen. Das „Heldengedenken“ nimmt dabei einen festen kultischen Platz des neonazistischen „Erinnerns“ ein. Gemeinsam sehen sie sich als derjenige und diejenige, die den „ehrbaren deutschen Soldaten“ heute noch eine Stimme verleihen können. Untrennbar damit verbunden ist die Frage, in welchen gesellschaftlichen Kontextualiserungen, außerhalb der rechtsradikalen Szene, sich ähnliche Denkmuster erkennen lassen. An diesem Punkt setzt der Aspekt des zeitlichen Abstandes ein: Ein historischer „Schlussstrich“ soll gezogen werden, „Irgendwann ist die Aufarbeitung abgeschlossen“ oder „Ich bin nach ’45 geboren“ sind nur einige der skurrilen „Diskursansätze“ zur „NS-Vergangenheitsbewältigung“. Relativierende und leugnende Elemente gehen damit einher. Neonazis wissen, wie sie diese Sprache zu deuten haben, nämlich als gesellschaftspolitischen Erfolg, dass ihre eigenen Thematiken Anklang anstatt Entrüstungen erfahren. Während sie im Generellen eher als „geflügelte Sprache“ wahrgenommen werden. Soweit zur neonazistischen „Gedenkkultur“ im Allgemeinen.

Der Naziaufmarsch und Gegenprotest

Der Trauermarsch in Weimar ist ein fester Termin im Kalender einiger -hauptsächlich- Thüringer Neonazis. Er nimmt damit die Funktion eines identitätsstiftenden Moments ein. Hier können neue Kontakte geknüpft werden und der Stadt Weimar öffentlich ins Gedächtnis gerufen werden, dass auch die Nazis ein integrierter Teil der deutschen Gesellschaft sind. Quantitativ kommt der Trauermarsch dabei bei weitem nicht an die bislang größten Trauermärsche in Deutschland, also Dresden und Magdeburg, heran. Allerdings ist er vergleichbar mit den Trauermärschen in Cottbus und Dessau, welche sich im letzten Jahr in einem ähnlichen Größenfeld bewegt haben. Es gilt als ein regelmäßiges Event, in dem die historischen Kontinuitäten zum Nationalsozialismus gepflegt werden können.
Organisiert wird der Trauermarsch in Weimar von den Überresten der Aktionsgruppe Weimar /Weimarer Land. An erster Stelle ist hier der Tannrodaer Michel Fischer zu erwähnen, der Jahr für Jahr der Hauptinitiator der Demonstration ist. Des Weiteren eingebunden in die Organisationstruktur ist mutmaßlich wieder
Thomas Holzinger, dessen besondere Stärke das Tragen von Fronttranspis ist, wie er letztes Jahr eindrucksvoll bewies. Hier lassen sich auch weitere Verschränkungen zwischen den verschiedenen Naziakteur_innen feststellen, denn neben Holzinger wurde das Transparent von Denny Schwarz aus Erfurt, Alexander Kurth von „Die Rechte“ Leipzig und Julian Treuse, einem Mitglied der Kameradschaft „Kollektiv 56″ getragen. Neben Treuse haben sich auch andere Mitglieder dieser Kameradschaft am letzten Trauermarsch beteiligt, so zum Beispiel Michael Zeise, welcher unter anderem einen Redebeitrag hielt, Philipp Miene, der bereits mehrmals an der Demonstration teilgenommen hat und Ronny Damerow, welcher zusammen mit K56den Volkstrauertag in Friedrichroda besuchte.
Aufgrund dieser personellen Verschränkungen verwundert es nicht, dass am 30. November 2015 Erfurter und Weimarer Nazis durch die Innenstadt zogen und „Weimar bleibt braun!“ und „Hier regiert der RWE!“ gerufen haben. (Wir berichteten)
Neben den Hauptakteuren_innen nehmen auch die Freundeskreise der Weimarer Nazis regelmäßig am Trauermarsch teil. So beteiligte sich zum Beispiel Marcel Ritter, ein guter Freund Holzingers am letzten Trauermarsch. Nachdem Kevin Armstroff bei Thügida auch in Weimar wieder öffentlich in Erscheinung trat, ist die Teilnahme am diesjährigen Trauermarsch nicht auszuschließen. Verzichten müssen wir in diesem Jahr wahrscheinlich auf Christopher Seelig, er macht derzeit Urlaub in der JVA.

Kommen wir im letzten Punkt nun zu den Gegenporotesten des in Weimar hauptsächlich bürgerlich geprägten Spektrums.
Auch in diesem Jahr wird das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus wieder das breite Bündnis „Weimar gegen rechts!“ initiieren, um so „friedlichen, kreativen und lauten Protest“ zu artikulieren. Erwartungsgemäß dürfte sich dazu wieder eine große Zahl an Bürger_innen mobilisieren lassen. Möchte mensch den Naziaufmarsch ernsthaft blockieren wollen, sollte er jedoch lieber eigene dezentrale Konzepte entwickeln. Erwartungsgemäß tritt das BgR zwar offiziell an, um den Naziaufmarsch zu blockieren, die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass da nur wenig dahinter stand. So wurde die Blockade letztes Jahr freiwillig geräumt und im Jahr zu vor versagte die Fingertaktik, auch weil sich der zweite Finger einfach dem ersten Anschloss, ganz zu schweigen von den freundlichen Handshakes zwischen Polizeichef Ralf Kirsten und führenden Akteur_innen des BgRs.
Wir sehen ein, dass das BgR zwar eine hohe Anzahl an Menschen mobilisiert, welche zum Teil auch zugänglich für grundlegendere Kritik an der deutschen Gesellschaft sind. Gegen Transparente, wie „Platzverweis für Extremisten […]“ oder auch den Namen „Weimar gegen Rechts“ verwehren wir uns aber in jeglicher Form. Ein buntes Deutschland ist nicht existent, wird es nie sein und liegt nicht in unserem Interesse. Wir wollen kein buntes Deutschland, wir wollen gar keins!(fucksuegida) Auch steht Weimar nicht wie ein einheitliches Kollektiv „gegen Rechts“, sondern protestiert aus diversen Gründen gegen den Naziaufmarsch, sei aus Standortmarketing Gründen oder aufgrund des herbeiimaginierens eines bunten Deutschlands, bei dem „Die Welt zu Gast bei Freunden“ ist, wie zum Beispiel in Heidenau gesehen oder aus dem Grund, das Menschenfeindlichkeit in Gänze hinterfragt und kritisiert wird, die Nazis sind hier jedoch nur der Exponent der bestehenden Gesellschaft.
Wer sich also dem Naziaufmarsch konsequent entgegenstellen möchte, sollte sich seine Mitstreiter_innen lieber außerhalb des BgR suchen, denn diese Versuche sind bisher immer gescheitert. Vernetzt euch untereinander, überlegt euch vorher Möglichkeiten, sich den Nazis in den Weg zu stellen und rennt nicht der trägen Masse am Baudertplatz hinterher. In der kommenden Zeit werden weitere Informationen unsererseits erfolgen.

Also Avanti Antifa! Am 06. Februar 2016 nach Weimar!
Gegen Deutschland und seine Nazis!

Auswertung von Thügida in Weimar

Die erste außerplanmäßige Demonstration des Jahres in Weimar wäre geschafft.
Uns ist es als Gruppe nicht gelungen im Vorfeld eigene Mobilisierungsakzente zu setzen, was allerdings im Nachhinein betrachtet auch nicht notwendig gewesen ist.
Leider konnten die Nazis wieder laufen und die Weimarer Polizei hat trotzdem wieder ihren ganzen Fuhrpark angekarrt.
Doch soweit, so schlecht.
Die Nazis müssen es sich beim nächsten Mal besser überlegen, ob sie nach Weimar fahren wollen, insbesondere, ob sie mit dem Auto anreisen wollen.

Auch sollen einige Nazis (laut TLZ 3) gemerkt haben, dass sie zwar in Erfurt eine Vormachtstellung haben, aber sie die (Autonome) Antifa noch nicht komplett abschreiben sollten.
Wir freuen uns auf jeden Fall sehr über jegliche Antifas, die den Weg nach Weimar gefunden haben, um gegen den Nazischeiß zu demonstrieren.
Es bleibt festzustellen, dass die Nazis um Michel Fischer insofern einen Teilerfolg erringen konnten, dass Fischer seine Februarroute kontinuirlich erweitert.
Ist sie das letzte mal erst an der Ecke Thälmannstraße/Schopenhauer gestartet, konnte er jetzt noch durch die angrenzende Rießnerstraße marschieren.

In Weimar waren die wieder die üblichen Nazis von Thügida am Start. Aus Weimar selbst kamen Thomas Holzinger, welcher mit einem Freund aus Weimar-Nord kam, Michel Fischer und Kevin Armstroff, welcher sich nach längerem wieder öffentlich auf einer Nazidemo zeigte. Das rassistische Potential, welches sich in der Facebookgruppe tummelt, konnte zumindest quantitativ keinen großen Einfluss auf die Demonstration ausüben. Im Nachgang der Demonstration wurde ein Redner wegen Voksverhetzung angezeigt. Wer dazu Informationen hat: Schreibt uns!

Ein besonderer Kritikpunkt sollte die öffentliche Darstellung der TLZ sein, die es offenbar mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Sie titelte unter der Überschrift „Bürgerbündnis gegen Rechts blockiert Thügida- Aufmarsch in Weimar“.
Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Die Strecke wurde nicht dauerhaft blockiert, sondern ist wie vorgesehen abgelaufen worden. Solche Unwahrheiten geben lediglich dem „Lügenpresse“-schreienden Mob weitere Ansätze um zu intervenieren.
Ansonsten bleibt festzuhalten, dass es cool war, wieder sehr viele Schüler_innen und Student_innen zu sehen, die Lust hatten sich gegen den rassistischen Wanderzirkus zu stellen.
Jedoch bemängeln wir das fehlende Konzept und das fehlende Interesse sich bereits vorher mit der möglichen Route oder möglichen Treffpunkten auseinaderzusetzen.
Nein, mensch kommt lediglich zur BgR-Kundgebung und erwartet dann, dass er/sie sofort auf die Route springen kann.
Leider ist das Demonstrieren gegen Neonazis nicht nur ein Freizeitevent, sondern es sollte wenigstens ein bisschen vorbereitet werden.
Lest dazu am besten „Was tun wenn’s brennt?“ und schreibt uns im Voraus eine Mail (z.B. über unser Kontaktformular oder pgp verschlüsselt), damit wir uns vernetzen und gemeinsam agieren können.
Das könnt ihr auch machen, wenn ihr Lust habt euch mit Rassismus, Antisemitismus und rechten Strömungen auseinanderzusetzen oder ihr nicht allein zu einer Demo anreisen wollt.

Die rassistischen Brandstifter_innen werden immer weiter Feuer legen, außer wir hindern sie daran! Für einen konsequenten Antifaschismus!

Neues vom deutschen Michel

Seit dem Weimarer Aufmarsch im Februar ist der in Tannroda lebende Michel Fischer weiterhin einer der umtriebigsten Neonazis aus Weimar bzw. dem Weimarer Land.
Neben einem Naziaufmarsch in Gotha im April ist Fischer am Wochenende des 01. Mai zusammen mit Weimarer Neonazis sowohl auf der Demonstration des „III Weg“ in Saalfeld, als auch bei der rechten Hooligandemo einen Tag später in Erfurt aufgetaucht.
Am 10. Mai nahm er an einer Nazikundgebung in Bitterfeld teil und hält im Juni einen Redebeitrag auf einer Neonazidemonstration in Merseburg, zu der er mit drei weiteren Neonazis aus Weimar angereist ist. Auf einem Aufmarsch der Europäischen Aktion am 27. Juni in Jena werden er, sowie sein Vater Paul Fischer kurzzeitig in Gewahrsam genommen, weil er Journalist*innen angegriffen hat.


Michel Fischer in Merseburg am 20.06.2015

Im Juni wurde bekannt, dass Michel Fischer als Angestellter der Jenaer Security Firma „VIP Schild Security“ auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt gearbeitet hat, was von der Firma selbst als Einzelfall heruntergespielt wurde.

Am 11. Juli gründete sich ein Landesverband der Dortmunder Neonazipartei „Die Rechte“ in Thüringen mit Michel Fischer als „Landesorganisationsleiter“. Damit wechselt Michel Fischer sein bisheriges Auftreten von einem freien Kameraden zu einem Funktionär einer rechtsradikalen Partei. Als Teil der Partei tritt Fischer beim Sommerfest des „Freundeskreises Udo Voigt“ auf dem Gelände des Vereins „Gedächstnisstätte e.V.“ in Guthmannshausen auf, zu dem auch verurteilte HolocaustleugnerInnen gekommen sind. Am 01. August nimmt Fischer als Vertreter des Thüringischen Parteiverbands am Bundesparteitag der Partei „Die Rechte“ in Sachsen Anhalt teil.


Landesverband „Die Rechte Thüringen“ mit Marco und Kevin Kern (1. & 4. vl), Jörg Krautheim (2. vl) und Bert Müller (3. vl)

Zuletzt ist Michel Fischer am 17. August auf der Neonazidemonstrationen von „THÜGIDA“ in Erfurt aufgetaucht, wo er sowohl mit Michael Zeise, als auch mit Kadern der
NPD unterwegs war. Zwischendurch durfte er seine menschenfeindlichen Parolen durch den Lautsprecherwagen brüllen und einen Redebeitrag halten.


Michel Fischer als Redner auf der THÜGIDA Demonstration in Erfurt am 17.08.2015

Michel Fischer als Security beim Schlossgrabenfest in Darmstadt

Vor kurzem postete „Kein Bock auf Nazis“ ein Foto, welches den allseits bekannten Weimarer Neonazi Michel Fischer als Securitymitarbeiter beim „Schlossgrabenfest“ in Darmstadt zeigt. Wir wollem in diesem Zusammenhang noch einmal auf die rechte Ideologie mehrerer Mitarbeiter von „VIP Schild Security“ hinweisen.


Foto von „Kein Bock auf Nazis“

Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass Fischer dort als Security-Mitarbeiter angestellt ist, wird beschwichtigend erhoben, dass er lediglich für seinen Vater bzw. seinen Bruder eingesprungen sei. An dieser Stelle müssen wir feststellen, dass über einen Bruder von Michel Fischer nichts bekannt ist und deswegen von seinem Vater, Paul Fischer ausgegangen werden muss.
Der Apfel fällt hier aber nicht weit vom Stamm, denn Vater und Sohn sind beide – oftmals auch zusammen – auf Naziaufmärschen anzutreffen und griffen bereits gemeinsam nicht rechte Jugendliche an.


Vater Paul Fischer (Transparent 3.v.r.) und Sohn Michel Fischer am 01. Juni 2013 in Wolfsburg

Es handelt sich bei der Anstellung von Michel Fischer bei „VIP Schild Security“ keinesfalls um einen „bedauerlichen Einzelfall“, sondern finden dort regelmäßig (Weimarer) Neonazis eine Anstellung und müssen dabei ihre neonazistische Gesinnung nicht verstecken. Sicher ist, dass noch weitere Neonazis bei der Jenaer Firma „VIP Schild Security“ angestellt sind und das Problem bereits bekannt ist.


Weimarer Neonazi Kevin Armstroff als Angestellter von „VIP Schild Security“

Weitere Infos zur „VIP Schild“-Security gibts hier.

Naziouting in Weimar Nord – Kevin Stärker

Gefunden auf linksunten.indymedia:

ACHTUNG – NEONAZI IN DER NACHBARSCHAFT!
Kevin Stärker, wohnhaft in der Marcel-Paul-Straße 96, 99427 Weimar, ist ein ideologisch gefestigter und gewalttätiger Neonazi.Auf mehreren Fotos posiert er offen mit nationalsozialistischer Symbolik, wie etwa einer Hakenkreuz- und einer Keltenkreuzfahne, auf der rechten Bauchseite hat er ein Hakenkreuz, sowie den Leitspruch der SS „Meine Ehre heißt Treue“, auf der Brust den Satz „Life is Pain“ in Reichsfarben tätowiert.
Ursprünglich kommt Stärker aus Gehren in der Nähe von Ilmenau und ist dort bereits als Neonazi in Erscheinung getreten. Schon 2010 hat er sich mit weiteren Neonazis versucht, Zugang zu einer vermeintlich linken WG zu verschaffen, als dieses – eventuell wegen zu starken Alkoholeinflusses – misslang, bewarfen sie das Haus mit Bierflaschen und Böllern.
Lange Zeit hat Stärker in Erfurt gewohnt und war dort als Teil der Neonazigruppierung Aktionsgruppe Erfurt immer wieder auf rechtsradikalen Veranstaltungen anzutreffen, seine Neonazikontakte baute Stärker in dieser Zeit weiter aus. Noch im Mai 2014 hat er bei einem NPD Infostand in Erfurt geholfen.
Stärker nahm 2014 sowohl an bundesweiten Aufmärschen wie in Merseburg oder der HoGeSa-Demonstration in Hannover, aber auch an regionalen Nazievents teil, wie etwa einem JN-Fußballtunier in Erfurt, dem rechtsradikalen Festival „Rock für Deutschland“ oder auch an der NPD-Wahlkampftour im September in Weimar.Kontakt zu organisierten Neonazis besitzt Stärker in ganz Thüringen.
2015 ist Stärker noch nicht auf öffentlichen Versammlungen aufgetaucht, was an seiner neuen Beziehung mit Anni Hoschke und deren Tochter liegen kann. Obwohl Hoschke seit der Beziehung mit Stärker auch an Neonazievents teilnahm und zum Fußballtunier sogar ihre Tochter mitbrachte, kann vermutet werden, dass sich Stärker vermehrt ins Private zurückzieht. Nichtsdestotrotz ist die Wohnung mit Reichsfahnen mit der Aufschrift „Nationaler Widerstand“ und Aufklebern wie „Refugees not welcome“ verziehrt und Stärker immernoch ein Neonazi, was er in sozialen Netzwerken offen zeigt. Beispielsweise kommentiert er ein Foto, das die Gedenkstätte Buchenwald zeigt mit dem Satz „Gute luft xD“.

Zum 01. Juli planen Stärker und Hoschke gemeinsam nach Leipzig zu ziehen und die Nachbarschaft hat glücklicherweise einen Neonazi weniger. Wir wollten dennoch vorher über Stärkers Vergangenheit, Aktivitäten und Ideologie aufklären.

Kevin Stärker vertritt ein rassistisches, antisemitisches und geschichtsverdrehendes Weltbild und schreckt vor Gewalt nicht zurück. Zeigt ihm und seinen NeonazifreundInnen solange, was ihr von menschenverachtender Ideologie haltet.

Faschisten demaskieren!
Nazis das Leben schwer machen!

Weitere Infos und Bilder auf www.linksunten.indymedia.org